Was ein professionelles Fotoshooting wirklich ausmacht – und wie du den richtigen Fotografen findest
Was macht ein professionelles Fotoshooting aus? Ist es die teure Kamera? Sind es die großen Blitzlampen? Oder ist es die Person hinter der Kamera?
Die meisten Menschen haben schon mal ein Fotoshooting erlebt.
Aber ein professionelles Fotoshooting? Das fühlt sich anders an – von der ersten Minute bis zur finalen Datei.
Hier ist, was hinter den Kulissen passiert. Wissen von einem Master of Arts Fotodesigner mit über 10 Jahren Berufserfahrung.
Vor dem Shooting: Planung ist essenziell für den Erfolg der Werbefotos.
Ein Amateurfotograf würde direkt los legen mit dem Fotoshooting.
Ein Profi kommt mit Konzept.
Bevor ich auch nur eine Linse einpacke, gibt es ein Briefing. Was ist das Ziel des Shootings? Welche Plattformen, welche Formate, welche Stimmung? Was soll das Bild beim Betrachter auslösen?
Diese Fragen klingen simpel. Aber ihre Antworten entscheiden darüber, ob ein Bild funktioniert – oder nur gut aussieht.
Ein Shooting ohne Briefing ist wie eine Reise ohne Ziel. Du kommst irgendwo an. Aber selten dort, wo du hinwolltest. Oder die Reise dort hin war fürchterlich anstrengend. Bei einem professionellen Fotoshooting sollen beide Parteien von Anfang an wissen, was das Ziel und wie die Visuelle Natur von den fertigen Fotos aus hinzuschauen hat, bevor das Fotoshooting überhaupt anfängt. Deswegen ist das ein fester Bestandteil meines kreativen Prozesses. Wenn du mehr über den erfahren möchtest, klicke auf den Link hier.
Kurz gesagt: in meinem Prozess erhält der Kunde direkt am Anfang einen Fragebogen, der mir mehr Infos zu den Marketing Zielen der Werbefotos verrät
Wie erkenne ich einen professionellen Fotografen vor der Buchung?
Schau nicht nur ins Portfolio.
Frag nach dem Prozess. Ein Profi kann dir erklären, was vor, während und nach dem Shooting passiert – ohne nachzudenken. Wer das nicht kann, improvisiert.
Weitere Signale:
Gibt es ein Briefing-Gespräch vorab?
Arbeitet er mit kontrolliertem, festem Licht – oder hofft er auf gutes Wetter?
Bekommst du die Dateien in den Formaten, die du wirklich brauchst?
Hat er Referenzen aus deiner Branche?
Benutzt er/sie einen nicht DSGV konformen File Sharing Service (Falls du 2 Alternativen zu WeTransfer haben möchtest schau dir meinen Instagram Beitrag hier an)
Was ist Tethering – und warum nutzen Profifotografen es am Set?
Tethering bedeutet: Die Kamera ist per Kabel mit einem Laptop oder Desktop verbunden.
Jede Aufnahme landet in Echtzeit auf einem großen Display – direkt in der Bearbeitungssoftware. Hier ist der Industrie Standard der RAW-Entwickler CaptureOne. Alternativ kann man auch Adobe Lightroom dafür verwenden.
Also nie wieder auf den winzigen Kamerabildschirm der so groß ist wie eine Visitenkarte gucken um zu sagen: „wir schauen nachher drüber.”
Denn genau das ist nicht professionell. Professionalität im Umfeld der Fotografie bedeutet für mich Zuverlässigkeit . Als Kunde möchtest du eine sichere Wahl treffen, wenn es um die Inszenierung von dem Unternehmen / der Marke geht. Indem ein separater Monitor an der Kamera angeschlossen ist kann man nicht nur als Fotograf technische Aspekte besser beurteilen, wie zum Beispiel Schärfe und Belichtung, sondern gibt auch dem Kunden (wenn er/sie vor Ort ist) eine sehr gute Vorschau, wie das finale Bild ausschauen könnte. Und sollte bei dem Bild eine Kleinigkeit nicht stimmen oder spontan etwas gewünscht wird kann das der Fotograf oder die Fotografin direkt vor Ort umsetzen.
Wir entscheiden gemeinsam, ob ein Bild sitzt. Zusätzlich kann man am Ende des Fotoshootings dem Kunden die Option geben, über die finalen Bilder zu schauen und eine vorab Auswahl zu erstellen, anstatt auf den klassischen Kontakt Bogen zu warten.
Der Kontaktbogen ist eine klassische Methode wie Fotografen eine große Anzahl an Bildern zu dem Kunden schicken, um eine finale Auswahl treffen zu lassen. In manchen fällen ist diese Methode immer noch notwendig, wobei hier auch neue und moderne Möglichkeiten vorhanden sind. Aber wenn das Fotoshooting ist gestartet kann man am Ende eine grobe Aussortierung von Fotos machen. Plus, Man kann direkt dem Fotografen (wenn er/sie auch die Bilder bearbeitet und nicht jemand Drittes) mitteilen, ob man Retusche Wünsche hat. Zum Beispiel Falten, Narben, teils defekte Labels oder störende Elemente aus dem Hintergrund zu entfernen.
Warum ist kontrolliertes Licht das wichtigste Merkmal eines professionellen Shootings?
Die Kamera macht keinen Unterschied.
Das Licht schon.
Profis bauen ihr Licht auf, bevor der Kunde eintrifft. Jede Lichtquelle, jeder Reflektor, jeder Schatten ist eine bewusste Entscheidung. Das Ergebnis: konsistente Bilder.
Alfred Hitchcock, berühmter Filmregisseur, hat es gehasst, nicht im Studio zu filmen. Aus genau dem Grund, dass tagsüber sich das Licht zu drastisch verändern kann. Es kann die Sonne scheinen. Dann kann's plötzlich bewölkt sein. Es kann dann plötzlich anfangen zu regnen. In einem Studio kann man das Licht kontrollieren und man weiß, dass man für jede Aufnahme stets das gleiche Licht und auch Helligkeit und insgesamt auch Szenario bekommt.
Somit Sind Fotografen und Fotografinnen die keine Blitzlampen bedienen können eventuell noch nicht erfahren genug. Blitzlampen steuern und das produzierte Licht zu Kundenwünschen / Briefing Anforderungen zu formen, ist eine essenzielle Fähigkeit. In jeder Ausbildung ist das eines der ersten Sachen, die man lernt. In meinem Studium und in meinen Folgejahren als ausführender Fotodesigner (vor allem bei Kundenprojekten) habe ich es stets bevorzugt, Blitzlampen mit ans Set zu nehmen.
Was bekomme ich nach einem professionellen Fotoshooting – und was nicht?
Du bekommst keine Rohdaten, mit denen du nichts anfangen kannst. Aber moment, was bedeutet “Roh” Daten. In der Fotografie und auch in der Videgraphie gibt es ein Dateiformat, das nennt sich RAW. Dieses Dateiformat ist technisch gesehen, kein Bild, sondern nur eine Ansammlung von Sensordaten und kann ohne Vorbereitung nicht benutzt werden. Wenn du mehr über dieses Format und Vorteile erfahren möchtest, schau dir diesen Blog Beitrag dazu an.
Aber um es kurz zusammenzufassen: in der Nachbearbeitung der Bilder erhältst du konsistente Farben, saubere Retusche und Lieferung in den Formaten und Auflösungen für Print, Web und Social Media. Bei der Plattform PlayBook, die ich persönlich für Kundenprojekte benutze, kann man auf der Plattform direkt Formate und Auflösungswünsche selber bestimmen.
Man kann Rohdateien von Fotografen anfordern, aber nur nach Evaluierung und einer angemessenen finanziellen Kommentierung. Hinweis: durch den Erhalt der Rohdaten wird nicht Urheberrecht übertragen.
Wie läuft ein professionelles Fotoshooting von Anfang bis Ende ab?
Kurz zusammengefasst:
1. Briefing – Ziel, Stimmung, Formate klären
2. Set-Aufbau – Licht und Location vorbereiten, bevor du ankommst
3. Tethered Shooting – Live-Bildkontrolle gemeinsam am Monitor
4. Auswahl am Set – keine bösen Überraschungen drei Tage später
5. Nachbearbeitung – konsistent, sauber, gebrauchsfertig
So sieht professioneller Workflow aus. Nicht als Versprechen – sondern als Standard.
Möchtest du mal einen Blick hinter die Kulissen werfen wie ein professionelles Fotoshooting bei mir (Daniel Gansen - Adomian Photography) abläuft? Dann schau

